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Tageslicht, Temperatur, Luftqualität und Akustik beeinflussen im Seminarraum Konzentration, Wohlbefinden und Lernleistung.

Wer schon einmal einen Seminartag in einem fensterlosen Konferenzraum verbracht hat, kennt das Gefühl: Nach einiger Zeit sinkt die Energie, die Konzentration lässt nach und selbst interessante Inhalte werden schwerer aufgenommen. Dieses Gefühl ist keine Einbildung. Die Wirkung von Raum und Umgebung auf das Lernen ist wissenschaftlich gut belegt.

Tageslicht als Produktivitätsfaktor

Natürliches Tageslicht ist einer der am besten untersuchten Umgebungsfaktoren für kognitive Leistung. Eine groß angelegte Studie im Bildungsbereich zeigte, dass Tageslicht zu den wichtigsten physischen Faktoren für Lernleistung zählt.

Licht beeinflusst nicht nur die Sehbedingungen. Es wirkt auch auf Wachheit, Stimmung und Konzentrationsfähigkeit. Studien zur Büroarbeitsumgebung zeigen außerdem, dass Zugang zu Tageslicht mit besserer Schlafqualität, höherer Zufriedenheit und geringerer Erschöpfung zusammenhängen kann. Für Seminarteilnehmer:innen bedeutet das: Ein heller Raum ist ein echter Lernvorteil.

Eingangsbereich mit Spiegel und Kleiderhaken

Temperatur und Luftqualität

Neben dem Licht spielen auch Temperatur und Luftqualität eine wichtige Rolle. Zu warme oder schlecht belüftete Räume können die kognitive Leistungsfähigkeit senken. Besonders bei Konzentrationsaufgaben wird dieser Effekt deutlich.

Für ganztägige Seminare oder intensive Workshops sind eine angenehme Raumtemperatur und ausreichend Frischluft daher wichtig. Eine Temperatur zwischen 21 und 23 Grad Celsius kann dabei als angenehmer Orientierungswert dienen.

Lärm und Akustik

Auch Lärm und schlechte Akustik beeinflussen, wie gut Menschen lernen und arbeiten können. Geräusche von außen, starker Hall oder eine unruhige Klangumgebung erschweren konzentriertes Zuhören und aktives Mitdenken.

Ein ruhiger Raum mit guter Akustik ist deshalb ein klares Qualitätsmerkmal für Seminarlocations. Gerade bei Workshops, Diskussionen oder Gruppenarbeiten trägt eine angenehme Akustik dazu bei, dass Austausch leichter gelingt.

Warum das für die Raumwahl relevant ist

Viele Faktoren, die wir beim Buchen eines Seminarraums intuitiv als angenehm wahrnehmen, haben einen direkten Einfluss auf den Lernerfolg. Dazu gehören viel Tageslicht, frische Luft, eine passende Temperatur, gute Akustik und eine ruhige Lage.

Wer Seminare, Workshops oder Trainings plant, sollte diese Kriterien deshalb bewusst in die Raumwahl einbeziehen. Eine gute Lernumgebung unterstützt nicht nur die Konzentration, sondern auch Motivation, Beteiligung und Austausch.

Fazit

Tageslicht, Raumklima und Akustik sind keine Nebensache. Sie beeinflussen, wie aufmerksam Teilnehmer:innen bleiben, wie wohl sie sich fühlen und wie gut Inhalte aufgenommen werden.

Ein guter Seminarraum schafft deshalb mehr als nur Platz. Er bietet eine Umgebung, in der Lernen, Austausch und konzentriertes Arbeiten leichter möglich werden.

Quellen

Barrett, P., Davies, F., Zhang, Y., & Barrett, L. (2015). The impact of classroom design on pupils‘ learning. Building and Environment, 89, 118 bis 133.

Boubekri, M., Cheung, I.N., Reid, K.J., Wang, C.H., & Zee, P.C. (2014). Impact of windows and daylight exposure on overall health and sleep quality of office workers. Journal of Clinical Sleep Medicine, 10(6), 603 bis 611.

Wargocki, P., & Wyon, D.P. (2007). The effects of outdoor air supply rate and supply air filter condition in classrooms on the performance of schoolwork by children. HVAC&R Research, 13(2), 165 bis 191.

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